
ine Helligkeit umgab ihn, die fast das gesamte
Schlachtfeld in gleissendem Licht erstrahlen ließ. Nah begab er
sich an den Dämonenherrscher heran. Und er erhob seine Stimme. Warm
ertönte sie in einem tiefen Bariton
zu Grangor herüber. "So haben deine Herren Uns abermals
herausgefordert, Fluter der Welten und Vorbote des Hasses? Sag, wieviele
hast du schon in dein Reich herabgezogen um dich in Ewigkeit an dem Leid
zu weiden, das du ihren geschundenen Seelen antust?" Der Drache
hielt kurz inne. Ihm schien auch klar zu sein, dass Worte hier zu nichts
führen konnten. Dennoch schien es ihm ein Anliegen gewesen zu sein,
Grangor seine Abscheu kundzutun. "Auch Du wirst uns nicht aufhalten
können!", Grangors Stimme
peitschte durch die Köpfe aller Mithörenden, eher von innen,
als von aussen in die Sinne dringend. "Komm und hol mich,
Draco!". Einen Moment verharrte der diamantene Drache, dann griff er
an. Blitzschnell, wie es ihm bei seinen riesenhaften Ausmaßen kaum
zuzutrauen war, erhob er sich noch weiter in die Lüfte, über
Grangor und stiess dann mit einem donnernden Schrei auf ihn herab. Feuer
stiess aus seinem Rachen und verbrannte Grangor, obwohl dieser selbst ein
Wesen des Feuers war.
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it seinen gigantischen Klauen zerriss er mit einem
einzigen Hieb dessen Flügel und fegte ihn und seine dämonische
Brut beiseite. Jedoch, Grangor war nicht am Ende. Noch nicht. Er fing
sich im Sturz und holte mit seiner gewaltigen Flammenpeitsche aus. Mit
einem zischenden Schlag traf sie Draco am Leib und wickelte sich einige
Mal um ihn, fesselte seine Schwingen, aber es dauerte nur einen oder zwei
Atemzüge und sie verging als ob sie am diamantenen Körper des
Drachen schmelzen würde. Verdampfend blieb kein Rest von ihr. Draco
holte zu seinem letzten Schlag aus. Abermals stürzte er sich auf den
Balrog nieder. Mit allen Klauen gleichzeitig packte er ihn. Kurze Zeit
kämpften die beiden in der Luft, wie zwei Ringer, die versuchen den
anderen in eine ungünstige Position zu bringen, um dann den
entscheidenen Griff anzusetzen. Für einen Moment sah es aus, als ob
Grangor die Überhand gewänne, doch dann schleuderte Draco ihn
mit ungeheurer Wucht herum und riss ihm mit
seinem Maul die Kehle ab. Er spuckte sie aus und spie dann einen Schwall
seines grünen Feuers auf Grangors Kopf. Das gab dem Diener der
Hölle den Rest.
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